Hautschutzplan
Ein Hautschutzplan regelt, wie Beschäftigte ihre Haut bei Reinigungsarbeiten schützen, reinigen und nach Belastung pflegen.
Definition
Was ist Hautschutzplan?
Ein Hautschutzplan beschreibt die für bestimmte Tätigkeiten ausgewählten Maßnahmen zum Schutz, zur Reinigung und zur Pflege der Haut. Er kann auch geeignete Schutzhandschuhe und gegebenenfalls Händedesinfektionsmittel benennen. Grundlage ist die Gefährdungsbeurteilung.
Der Hautschutzplan beschreibt konkrete Maßnahmen für Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege. In der Reinigung betrifft das besonders Hände und Unterarme.
- Hautbelastungen erfassen
- Hautschutzmittel vorgeben
- Geeignete Handschuhe festlegen
- Hautreinigung und Hautpflege beschreiben
- Beschäftigte verständlich unterweisen
Warum ist ein Hautschutzplan wichtig?
Wasser, Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Handschuhe und Feuchtarbeit können die Haut reizen, austrocknen und langfristig schädigen.
Fehlender Hautschutz führt zu trockener Haut, Rissen, Brennen, Reizungen und höherem Risiko für berufliche Hautprobleme.
Einsatzbereiche im Gebäudebetrieb
Besonders relevant ist der Plan in Sanitärreinigung, Küchenreinigung, Desinfektionsreinigung, Grundreinigung und Abfallbereichen. Er sollte an die eingesetzten Produkte, Handschuhe und tatsächlichen Tätigkeiten angepasst sein.
Der Hautschutzplan gehört zur Organisation des Arbeitsschutzes. Er wird auf die tatsächlichen Tätigkeiten und eingesetzten Produkte abgestimmt; eine zusätzliche Reinigungsleistung ist er nicht.
Methoden und fachgerechte Umsetzung
Ausgewählte Hautmittel und Handschuhe müssen zur jeweiligen Belastung passen. Hautschutzmittel ersetzen keinen erforderlichen Schutzhandschuh; auch die Verträglichkeit von Hautmitteln mit dem Handschuhmaterial ist zu beachten. Beschäftigte werden in der Anwendung unterwiesen; die ausgewählten Maßnahmen werden im Plan benannt.
Worauf muss geachtet werden?
Der Plan wird aktualisiert, wenn Tätigkeiten, Produkte oder Belastungen wechseln. Hautbeschwerden sollten frühzeitig gemeldet werden, damit Schutzmaßnahmen geprüft und gegebenenfalls arbeitsmedizinisch beurteilt werden können.
Verwandte Begriffe: Arbeitsschutzkleidung, Gefahrstoffkennzeichnung, Desinfektionsmittel.
